Und wieder sitze ich an einem Tisch und schreibe. Und wieder werde ich darauf angesprochen. Nicht weil ich Stadtschreiberin bin. Nicht weil diejenigen meinen Blog lesen. Nicht weil ich Schweizerin bin. Nicht weil ich berühmt bin. Sondern einfach deshalb, weil ich Linkshänderin bin. Darüber habe ich mich manchmal schon geärgert, wenn ich meine Briefe, Postkarten oder Schulhefte verschmierte. Aber hier in Vechta ist das meine Geheimwaffe, die mir tolle Bekanntschaften beschert – und sogar zwei Gläser Prosecco. „Wie du das machst, so mit links!“ – und schon sind wir mitten im Gespräch und stossen darauf an. Nicht auf das Stadtschreiberding, sondern auf die Linkshändigkeit. Nach und nach stellen sich noch mehr Menschen dazu und reden mit. Und als dann die Frage aufkommt, wer ich denn sei und was ich hier mache, sagt jemand: „Die kreist hier mit dem Hubschrauber über Vechta und schaut sich alles ganz genau an.“ Passt.
Nächste Treffpunkte:
Montag, 27.4., 14 Uhr, Kaffeerausch
Dienstag, 28.4., 14 Uhr, Holla die Waldfee
Mittwoch, 29.4., 15 Uhr Hofcafé Gut Füchtel
Donnerstag, 30.4., 14 Uhr, Europaplatz, auf einer Bank