Warwick Rex
Das Pferd auf dem Europaplatz ist seit gestern spurlos verschwunden. Bestimmt ist es losgelaufen, um endlich mal die Stadt zu erkunden, in der es seit vielen Jahren steht. Generationen von Kindern wurden auf seinem Rücken abgesetzt. Als sie größer wurden, konnten sie es schließlich alleine. Wie viele Jugendliche haben wohl schon auf ihm ihr erstes Bier getrunken? Oder zu zweit rittlings ein Selfie gemacht?
Doch gestern kam ein Frühlingsschauer, es roch nach neuem Grün und da plötzlich – lief das Pferd los! Einfach so, über den Zebrastreifen und stand am Eiscafé. Links die Auslagen des Spielgeschäfts, dort die ehrwürdige Elmendorff-Burg. Auf dem Weg zum Rathaus lockte das frische Grün.
Es galoppierte durch die ganze Stadt, die Autos mussten Vollbremsungen machen, wobei es zu einigen Verkehrsunfällen mit Sachschäden kam. Zum Glück wurden weder Mensch noch Tier schwer verletzt! Zu guter Letzt konnte das Pferd beruhigt werden und kam wohlbehalten nach all den Jahren auf eine grüne Weide zu seinem Besitzer zurück! Ende gut, alles gut!

*Diese Kurzgeschichte wurde gemeinsam in einem co-kreativen Prozess von Vechtaer*innen & den AiR’s verfasst.